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Junitour 2011 an den Vidöstern / Smaland So spät wie noch nie im Jahr geht es los. Mit dabei ist zum ersten Mal ein alter Anglerhaudegen namens Jose Schneider, der schon auf alles Mögliche geangelt hat. Highlights waren sicherlich seine 3-wöchigen Touren zum Lachsfischen nach Kanada.
Das von Stefan ausgesuchte Haus liegt direkt am mittleren Teil des Vidöstern, die beiden Boote mit 3,8 m Länge sind etwa klein, aber egal. Beim ersten Erkunden des Sees am Samstagabend legt Stefan ordentlich vor, er hat ja ein Heimspiel oder liegt es an seinem erfahrenen Skipper, der sich so gut mit den Gezeiten / Tide auskennt? Dazu später mehr... Ganz befreit erzählt Stefan dann von den ersten Zandern, die er auf Wobbler fangen konnte. Das Kloputzen ist für ihn am ersten Abend bereits passé, geht doch. Für das andere Team bleibt nur der Griff ans Glas und die Chance auf eine Revanche. Gesagt, getan. Der nächste Tag steht ganz im Zeichen der anderen Crew, die einen fetten 82er Hecht verhaften kann. Bei dem See Vidöstern handelt es sich um ein sehr großes Gewässer, welches in Nordsüd - Richtung vom Flussbeet des Lagan mit Tiefen bis zu 25 m durchzogen wird. Dieser Bereich ist trichterförmig aufgebaut und es ist relativ einfach, verschiedene Wassertiefen abzufischen. Das Ufer besteht quasi aus einem permanenten Schilfgürtel, an der die Wassertiefe sofort stark abfällt. An den meisten Stellen ist es 5 m vom Schilf entfernt auch schon 5 m tief, es gibt nur wenige Buchten. die flacher sind.
In den ersten 2 Tagen haben wir mittels Schleppen "unseren" Teil des Sees erkundet. Mit den unterschiedlichsten Kunstködern konnten einige Hechte und Zander gefangen werden. Folgendes war im Einsatz: - große Wobbler für große Hechte (stimmt^^) - ganz neue flexible Fischimitationen, tieflaufende "Kugeln" und kleine Wobbler - Wobbler aus D - Mark - Zeiten - Kunstköder, die mich an den Balrog aus den Minen von Moria (Herr der Ringe) erinnern und auch so ähnlich heißen... Gefangen haben wir meist in Tiefen von 4 - 7 Metern, wobei die Lauftiefe der Wobbler zwischen 3 und 5 Metern lag.
Das Fangen von Köderfischen ging an den Seerosenfeldern sehr schnell und sofort wurde eine aussichtsreiche Stelle zwischen zwei Inseln mit den Ruten zugepflastert. Außer den Attacken von Ameisen gab es nichts zu vermelden. In den folgenden Tagen fegte ein starker und wellenreicher Wind über denn See. Das Hauptangelgebiet beschränkte sich nun auf den Windschutz der großen Inseln. An den tieferen Stellen wurde mittels Abklopfen des Grundes versucht Zander auf Gummi zu fangen. Lediglich der Hausherr war dabei in einer Tiefe von 4 m tagsüber erfolgreich. Der Großteil der kleinen Zander wurde in den Abendstunden gefangen, wobei aber auch tagsüber einige die kleinen Wobbler nahmen. Bei den Hechten wurde zu allen Zeiten was gefangen, aber nicht viel. Die Musik im Haus lieferte uns diesmal ein richtig geiler Radiosender, der nicht nur mir ausgesprochen gut gefiel^^ Und als Bruce Dickinson den Refrain von "The Wicker Man" sang, wußte ich, dass meine Zeit gekommen war... Das Fanghighlight war sicher dieser 90er - Hecht, der auf einen schlanken 22 cm langen blau - silbernen Wobbler gebissen hat und nach einer kleinen Fotosession wieder zurückgesetzt wurde.
Der Biss passierte auf etwa 3 m bei 5 m Wassertiefe. Der Drill mit einigen Fluchten war wirklich aufregend und machte einfach nur Spaß. Das Team an Bord funktionierte perfekt und bescherte mir nach gefühlten hundert Jahren mal wieder einen größeren Gädda. Das Ergebnis nach einer Woche mit meist 10 Angelstunden pro Tag war eher mau, etwa 35 Raubfische wurden an den Haken gebracht. Lediglich vier Zander über 45 cm (Kloputzgröße) wurden gefangen, die anderen waren alle kleiner. Bei den Hechten waren die Größen 90, 82, 70 und 68 cm, der Rest darunter... Wenn ich jetzt schreiben, dass 50 % meiner Hechte über 82 cm groß waren, kann sich jeder seinen Teil denken... Trotzdem war eine eine nette Woche, die viel Spaß und auch wieder neue Erkenntnisse brachte... P.S. Gerd: Hier ist Deine Tidetabelle des See oder ist es doch nur ein Busfahrplan?""
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