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Sommertour 2010 an den Solgen und Rusken / Smaland Kurzfristig haben wir uns dazu entschlossen, unseren diesjährigen Urlaub in Smaland zu verbringen. Glücklicherweise wurde ich auf Happy-Holidays.se mal wieder fündig. Dort gibt es einfach klasse Ferienhäuser, bei denen das Preis - Leistungsverhältnis stimmt. Die angebotenen Häuser sind wirklich sehr sauber und gut ausgestattet. Die angegebenen Beschreibungen und Bilder entsprechen der Realität, die deutschsprachige Beratung / Betreuung vor Ort durch Jürgen lässt wirklich keine Fragen offen. Auf der Hinfahrt konnte ich mir endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und die Gedenkstätte von Cliff Burton besuchen, der im Jahre 1986 in der Nähe von Dörarp tödlich verunglückte. Wir trafen am Mittsommerwochenende am Solgensee ein. Durch Jürgen und die Besitzer des Hauses wurden wir herzlich empfangen. Danach wurde erst einmal das Haus bezogen, alles eingeräumt, ein kaltes Bier geöffnet und Deutschland gegen England geguckt ^^ ein tolles Erlebnis. Leider wurden wir Opfer einer optischen Täuschung durch das schwedische Fernsehen. Dieses wollte uns weismachen, dass der Schuss von Lambert hinter der Linie war Das Wetter in den ersten Tagen war wirklich sehr heiß, Temperaturen um die 25 Grad, Windstille und kein Wölkchen waren am Himmel zu entdecken. Ab Mitte der Woche lagen die Temperaturen dann so um die 20 Grad und der Himmel war bewölkt, Regen war zum Glück breit und breit nicht in Sicht. Das Angeln beschränkte sich tagsüber stundenweise auf das Abwerfen von Buchten, Schilfbänken und Seerosenfeldern. Hier konnten mittels Wobblern und Spinnern, die gleichen Verdächtigern wie immer - habe ja nix Neues, diverse kleine Hechte (50 - 60 cm) und Barsche (30 - 35 cm) überlistet werden. Das Schleppen brachte tagsüber keinen Erfolg, dabei wurden sowohl die Flachwasser-, als auch die Tiefwasserbereiche bis zu 9 Metern abgefischt. Auf dem Echolot konnte ich selten Fische am Grund erkennen, der Großteil stand irgendwo im Mittelwasser. Da ich aber ein echter Noob am Sonar bin, soll das nicht viel heißen. Otto Rehhagel mit seiner alten Taktik ist nicht mein Couch, also angelte ich natürlich in den Abendstunden. Die Sonne ging gegen 22.00 Uhr unter, Dämmerungslicht schien bis weit nach Mitternacht. Und siehe da, die Stachelritter bissen. Gefangen habe ich sie meist in Tiefen um die 2 - 4 Meter, mit schlanken etwa 10 - 12 cm langen hellen Wobblern. Es waren keine Riesen dabei, aber mein selbstgestecktes Mindestmaß von 50 cm wurde mehrfach überschritten und der Grill bzw. die Bratpfanne freuten sich. Oder soll ich lieber sagen: unser Gaumen ^^ Tagsüber klopfte ich mittels Gummifischen und Drop Shot Systemen den Grund ab. Aber stundenlanges Versuchen an den Hotspots vor Ort brachte nix, außer einen verbrannten Nacken. Abschließend ist festzuhalten, dass auch mein dritter Besuch am Solgensee ein Erfolg war, hierhin komme ich bestimmt wieder zurück. Die zweite Woche führte uns dann an den viel gepriesenen Ruskensee, mit seinem hervorragenden Zanderbestand. Die Rahmenbedingen zum Angeln waren hier doch ganz anders als am Solgen. Das Wetter blieb in der zweiten Woche ebenfalls sehr warm, lediglich an zwei Tagen herrschte starker Wind, der das Angeln stark beeinträchtigte. Wir fanden ein "charming old house" vor, welches erst nach einer gründlichen Reinigung und Ausmistung von Fliegen bewohnbar gemacht werden musste. Der direkt nebenan wohnende Besitzer teilte mir dann stolz mit, dass er in der Haus- und der angrenzenden Bucht Netze gestellt habe. Das trieb mich dann doch so langsam in den Wahnsinn, zumal meine Frage nach "guten Stellen und Fangmöglichkeiten" mit der fachlichen Auskunft: "Look to the other boats" beantwortet wurde. Soviel Bier konnte ich gar nicht trinken, um unsere Ankunft positiv zu sehen. Der Rusken ist bestimmt ein hervorragendes Zandergewässer, welches leider durch viele z. T. bis zu 500 m lange Netze leer gefischt wird. Ich fischte hauptsächlich im südlichen Bereich und dort waren alle von mir ausgesuchten Hotspots durch diese riesigen Netze blockiert. Boote konnte ich tagsüber übrigens nicht entdecken, abends waren meist so 4 - 6 Boote auszumachen. Mehrfach traf ich auch einen Guide mit 2 - 3 Anglern an Bord, der auch nicht mehr oder größere Fische als ich landen konnte. Was die Angelei auf Zander angeht, trifft auch hier das gleiche wie auf den Solgen zu. Tagsüber "tote Hose" und abends bissen sie auf geschleppte Wobbler in Tiefen von 2 - 4 Metern. Mit der gefangenen Anzahl war ich zufrieden, sie hätten aber ruhig etwas größer sein können ^^ Da es ja kein Hardcoreangelurlaub war, nutzten wir natürlich auch die Zeit, um uns die Schönheiten der Umgebung an zu schauen. Empfehlen kann ich dabei Eksjö mit seiner sehr schönen Holzhäusern im Innenstadtbereich, Vrigstadt mit dem Banken- und Spardosenmuseum, die Skurugata und Skuruhatt nordöstlich von Eksjö, der Store Mosse Nationalpark, die Ohsabanan in Ohs - Dank an den freundlichen Mitarbeiter für die exklusive "Hinter den Kulissen" - Führung, obwohl alles geschlossen war Abschließend ist für mich festzuhalten, dass man auch etliche Zander fangen kann, wenn man sich bemüht. Auf die Größe hat man natürlich keinen Einfluss, außer man ist als Messias geboren, aber das ist eine andere Geschichte ^^ Alles in allem zwei perfekte Wochen mit kleinen Schönheitsfehlern, die aber nicht weiter störten.
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